Wie das Start-up Codeship sieben Mio. US-$ aufstellte

Moritz Plassnig, bekannt aus der Forbes Austria-Ausgabe „30 Unter 30” und Gründer des Software Start-up Codeship erzählt, wie er sieben Millionen US-$ für seine Firma klar machte. 

Codeship macht den Release von Software durch die Automatisierung einzelner Veröffentlichungs-Schritte einfacher. “Wir konnten Codeship als attraktives Investment positionieren“, freut sich Gründer Moritz Plassnig, der sein Start-up 2011 gründete und 2013 ein Büro in Boston eröffnete. Er sieht seine Firma als eine amerikanische. Das hat geholfen, wie er erzählt „weil viele amerikanische Venture Capital Funds nicht in Non-US-Organisationen investieren dürfen.“

In ihrer Series A Runde konnten Plassnig und Co. Ascent Venture Partners überzeugen, in Codeship zu investieren, die somit als Lead Investoren zu den bereits bestehenden Sigma Prime PartnersBoston Seed Capital und F­Prime Capital an Board kamen. „Das Fundraising war gar nicht so einfach, es lenkt einen natürlich auch von der laufenden Arbeit ab. Außerdem hat sich der Venture Capital Markt in letzter Zeit etwas verlangsamt – es wurde weniger investiert, nachdem die letzten zwei Jahre fast schon verrückt waren. Bei diesem Investment war uns der persönliche Fit sehr wichtig, weil wir mit dem Fund wohl einige Jahre zusammenarbeiten werden“, resümiert der Gründer das jüngste Erfolgserlebnis seines Unternehmens. Dieses Investment nimmt den Löwenanteil der bereits 11,1 Millionen US-$ insgesamt ein, die die Österreicher in den USA bereits einsammeln konnten.

Die nächste Zeit dürfte damit wohl für Plassnig und seine 29 Mitarbeiter gesichert sein, die mit dem Geld vor allem die eigene Plattform weiterentwickeln werden und weitere neue Kunden gewinnen möchten – ein Großteil des Geldes wird laut Plassnig in Personalkosten fließen. 40 Mitarbeiter möchte er bis Ende dieses Jahres insgesamt beschäftigen, also wird er in nächster Zeit wohl auch einige Bewerbungsgespräche führen. „Das geht in den USA übrigens auch einfacher und in Boston nochmal besser als in San Francisco zum Beispiel, weil es im Silicon Valley zu viele Tech-Firmen und im Verhältnis dazu zu wenige Mitarbeiter gibt. Dadurch ist Personal teurer und auch schwerer zu bekommen.“

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