Das Bild eines sorgenfreien Ruhestands hat sich als Fata Morgana entpuppt

Generell kann man sagen: Der Blick auf das Pensionskonto lässt von Jung bis Alt nahezu alle ratlos zurück. Das altgediente Bild eines sorgenfreien Ruhestands in der Hängematte hat sich als Fata Morgana entpuppt.

Was nun? Das haben wir uns auch gefragt. Als wir über unsere aktuelle Coverstory nachzudenken begannen, unsere Facebook-Community konsultierten, mit unseren Interviewpartnern sprachen, taten sich von tiefer Frustration – etwa der eigenen Verordnung eines maximal unvernünftigen Lebensstils, um das nicht erleben zu müssen (via Facebook) – bis hin zu hoffnungsvoller Zukunftsperspektive alle möglichen, vor allem aber emotionalen Facetten auf.

Ein Paradigmenwechsel, ein Neuorganisieren des Lebens(abends) steht an, denn tot vom Bürosessel kippen, so der einhellige Tenor der Forbes-Austria-Community, ist keine Alternative. Und während das Ende der Arbeit weiter in die Ferne rückt, verändert das Tun an sich zwischenzeitlich sein Gesicht. Aus einer kollektiven Not heraus wendet man sich ihm wieder zu, gestaltet es aktiver, lässt es nicht einfach so über sich ergehen. Nicht immer – aber immer öfter.

In unserer Coverstory haben wir junge, ältere, hoch erfolgreiche, noch am Beginn des Karrierewegs stehende – und wir geben an dieser Stelle zu, relativ betrachtet sehr privilegierte – Frauen und Männer zu ihren Gedanken zum Thema Ruhestand befragt. Wir stellten die Aussicht auf eine fette Firmenpension jener noch nicht inflationsbereinigten staatlichen Pensionssumme gegenüber – mit einem sehr eklektischen Bild zu Themen von „Was mache ich bis dorthin?“ bis „Was mache ich, wenn ich dort bin?“

Ein Beispiel: Norbert Zimmermann, der im Unruhestand befindliche Industrielle und Hauptaktionär der Berndorf AG mit Neigung zum Jazz, müsste schon lange nicht mehr arbeiten, tut es aber mit Vorliebe. Er teilt sich das Cover mit dem Rapper Nazar, der zurzeit – über die Grenzen Österreichs hinaus – als Stimme einer Generation gehandelt wird, die Wege aus ihrer Perspektivlosigkeit und aus den sozialen Trümmern, die vorangegangene Generationen ihnen übergelassen haben, sucht.

Screenshot 2016-05-12 11.50.27

Dann waren da noch Springreit-Legende Hugo Simon mit Schmuckdesignerin Katie Gruber, Universitätsprofessorin Karin Gutiérrez-Lobos mit Start-up-Unternehmer Peter Steinberger, die Diversity-Managerin der Erste Bank Group Vera Budway und der lang gediente und im siebten Wiener Bezirk legendäre Einzelhandelskaufmann Karlheinz Peter, die zu unserer Coverstory beigetragen haben.

Forbes-Leser wissen, dass das Thema der Pension mit einer Investmentgeschichte daherkommen MUSS: Dieses Mal zeigen wir Ihnen die 50 erfolgreichsten Tech-Investoren der USA in einer Liste – die mit den wirklich goldenen Händchen, und einen davon im großen Porträt: Steve Anderson, Super-Angel und Milliardär durch den Verkauf von (unter anderem) Instagram an Facebook. In Übersee haben wir uns ebenfalls ein Kraftprogramm gegönnt, darunter ein Rundgang durch die Neue Galerie in New York inklusive Besuch der „Goldenen Adele“ von Gustav Klimt, eine Reportage zu 110 Jahren der Nobelmarke Montblanc und die Geschichte der Chicagoer Whiskey-Destillerie Koval, die mit Robert und Sonat Birnecker fest in österreichischer Hand ist. Wie immer wünschen wir Ihnen viel Freude beim Lesen!

print