Flüchtlingshilfe mit Partycrowd und Crowdfunding

Obwohl es rund um die unzähligen Menschen aus Syrien, Afghanistan, dem Irak und Pakistan, die seit einigen Wochen vor Bürgerkrieg und Terror fliehen, mittlerweile etwas ruhiger geworden ist – Hilfe und Unterstützung brauchen sie nach wie vor. FORBES Austria hat zwei besonders kreative und innovative Initiativen entdeckt.

Heute, Donnerstag Abend kann man bei “Wefugee” im Wiener Volksgarten für den guten Zweck spenden und so, bei dem Club-übergreifenden Charity Event, Solidarität zeigen. Das spontan von namhaften Wiener Veranstaltern, Musiklabels und Clubbetreibern ins Leben gerufene Hilfsprojekt soll Gelder generieren, um den unfreiwilligen Aufenthalt der zahlreichen Flüchtlinge in Österreich halbwegs erträglich und human zu gestalten. Der Reinerlös aus Eintritten sowie Getränkeumsätzen fließt über ausgewählte NGOs direkt an die Not-leidenden Flüchtlinge. 10 Euro beträgt die Mindestspende und gleichzeitig der Eintritt für drei Floors, auf denen ab 21 Uhr musiziert und getanzt wird. (Das genaue Programm gibts weiter unten.)

Von der Tanzfläche führt die zweite außergewöhnliche Initiative auf die Online-Plattform von Reval. Das junge Wiener Start-up fördert mit ihrer Crowdinvesting-Plattform aktuell den Umbau einer Jugendherberge zur sozialpädagogischen Wohngemeinschaft, für die Unterbringung und Betreuung minderjähriger Flüchtlinge. Bereits am 3. Oktober 2015 konnte in Neu-Nagelberg der Vollbetrieb aufgenommen werden und 24 Jugendliche beziehen momentan ihre Quartiere. Das Spendenprojekt “Arrived” bleibt dennoch bis zum 30.11.2015 geöffnet, um die Organisation Kidsnest weiter in Ihrem Schaffen unterstützen zu können. Bis jetzt wurden 2.040 EUR über die Reval-Plattform gespendet und zusätzlich wird das Projekt durch das IT-Unternehmen Brainformance sowie den Zahlungsdienstleister secupay AG unterstützt, die ihre Dienste kostenfrei zur Verfügung gestellt haben. „Primäres Ziel dieser Aktion ist, unbegleiteten jugendlichen Flüchtlingen eine sichere Unterbringung zu garantieren. Gleichzeitig wollen wir damit auch das Erstaufnahmezentrum Traiskirchen entlasten“, so die drei Reval-Gründer Philipp Hain, Patrick Hollinsky und Philipp Gröfler.

Foto: Nima Kazem

Wefugee Sujet

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