(An)packende Frauen, eitle Männer

Forbes_04_2015 1„Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer“, schrieb der Dichter und Philosoph Seneca vor rund 2.000 Jahren. Stimmt immer noch. „Anpacken“ nennt das Shpock-Gründerin Katharina Klausberger. „Es ist schön, etwas zu wagen und zu schaffen“, sagt sie. In nur zwei Jahren konnte sie neun Millionen User in Österreich, Deutschland und Großbritannien für ihre Secondhand-App begeistern. FORBES Austria zeigt die Entrepreneurin im Porträt.

Aber nicht nur das: Neben Klausberger gibt es immer mehr junge Start-up-Gründerinnen, die es in Sachen Erfolg der App-Erfinderin gleichtun wollen – im Social Business, im Gesundheitsbereich oder in Sachen Nachhaltigkeit. Unterfangen, für die es Geld braucht – und das nicht zu knapp.

Einiges an Investments kommt von Frauen. Relativ betrachtet noch nicht viel. Die positive Entwicklung der Start-up-Szene zeigt aber deutlich, dass es bald mehr als nur zehn Prozent Investorinnen im Land geben wird.

Apropos Investition, und zunächst zu Ihren eigenen Optionen: In unserem Finanzjahresausblick werfen wir einen Blick auf die zweite Jahreshälfte. Analysten und Fondsmanager geben Auskunft darüber, wie sich der österreichische Aktienmarkt entwickeln wird. Hoffentlich gut – denn die letzten Geschehnisse um die Hypo haben dem Image von Österreich als Finanzplatz enorm geschadet; das berichten internationale Finanzexperten. Wir müssen da leider zustimmen.

Nicht ganz unschuldig daran ist der Hypo-Skandal, der wiederum das Bundesland Kärnten in eine tiefe Krise gestürzt hat. Das hat auch Folgen für die sonst so großen Urlauberströme in unser südlichstes Bundesland. Wir waren vor Ort und haben uns gefragt: Ist das Tourismusland Kärnten überhaupt noch zu retten?

Von Kärnten ging es weiter ins Ötztal, wo seit einigen Jahren erfolgreich Yaks gezüchtet werden – deren zartes Fleisch wird immer öfter auf heimische Gourmet-Teller drapiert. Interessantes fürs Dessert gibt es in der aktuellen Ausgabe aus Übersee: So können Sie in der Story zur Eismarke Ben & Jerry’s nachlesen, wie aus Hippies richtig reiche Hippies geworden sind.

Konspirativer gibt sich die Erfolgsgeschichte von Visa. Während Kryptowährungen wie Bitcoin das Medieninteresse gilt, übernimmt die Kreditkarte still und leise die Weltherrschaft der Zahlungssysteme. Und dann waren wir noch in Genf, in den Werkstätten der Nobeluhren-Manufaktur Roger Dubuis, um den 120 Mitarbeitern beim Schleifen und Bauen der Luxusaccessoires über die Schulter zu schauen.

Zum Luxus für den Mann zählt neuerdings auch die Schönheits-OP. Liften, Fettabsaugen und Haarimplantationen – wir haben uns alles angesehen und festgestellt: Männer sind nicht weniger eitel als Frauen. Ins Feld der männlichen Eitelkeiten fällt auch sein Transportmittel. Wir haben den BMW X6 M getestet – unökologisch und unvernünftig, das ist uns bewusst. Nachhaltig ist allerdings unsere folgende Erkenntnis: Das einzige glaubhafte Argument, das für einen SUV spricht, ist und bleibt der Nachbar.

In diesem Sinne wünschen wir wie immer: Viel Spaß beim Lesen!

Ihre FORBES Austria Redaktion

Die vierte Ausgabe von FORBES Austria ist ab 2. Juli erhältlich.

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