A Rare Beast on the Newsstand

Sehr geehrte Leserinnen und Leser, liebe Forbes-Community!
Seit Jahresbeginn ist, wie Ihnen bestimmt aufgefallen ist, manches anders – auch in unserem Magazin. Schritt für Schritt haben wir den bisherigen Österreich-Fokus ausgeweitet. Wie Sie unten ­stehender Karte entnehmen können, bewegen wir uns, unserem Weltverständnis entsprechend, über Landesgrenzen hinweg.

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Das hat mehrere Gründe: ­Einerseits sind wir fürchterlich neugierig – und wollen auf der Suche nach guten Artikeln nicht mehr an ­Grenzen haltmachen. Andererseits haben wir diesen Fokus auch im Dialog mit unserer Umwelt, also Lesern und Partnern, erarbeitet. Und wenn man sich die Zahlen ­ansieht, ergibt das ganz einfach auch Sinn. Ohne große Mühe haben wir so auf einen Schlag über 40 Millionen Menschen als potenzielle Leser. Und diesen können wir eine viel größere ­Variation an verschiedenen ­Inhalten anbieten, die wahlweise aus Zürich, Wien, München, aber auch aus ­Vaduz, Bozen oder Stuttgart stammen ­können. Das ist nicht nur inhaltlich – für Sie und uns –, sondern auch ökonomisch spannend.

Doch auch sonst hat sich viel getan. In einem kooperativen Übergang haben wir von unseren ­Kollegen, die die Lizenz für Forbes Ungarn, Tschechien und die Slowakei halten, die österreichische übernommen. Und wagen nun – in Absprache mit unserer Mutter in den USA – ein Experiment. Nämlich die schon erwähnte Bespielung von Regionen statt Ländern. Das heißt aber nicht, dass nicht auch weitere Länderlizenzen folgen könnten.

Davon ausgehend, bauen wir – rund um unsere im Wachstum begriffenen Büros in Wien, München und Zürich – ein Netzwerk an Mitstreitern auf, die uns auf unserem auch herausfordernden Weg begleiten. Denn es ist klar, dass man sich seine Unabhängigkeit hart erarbeiten muss. Doch unabhängigen Wirtschaftsjournalismus braucht es, insbesondere in den von uns bespielten Regionen. Steve Forbes selbst sagt, dass uns gerade das zu einem „Rare Beast on the Newsstand“ macht. Gut so.

Wir bekommen nämlich auch keinerlei staatliche Förderungen, und wollen auch keine. Was wir jedoch wollen, sind Sie als interessierte, aufmerksame, kluge und autonome Leser, die uns ein Stück weit begleiten, uns hinterfragen und mit uns gemeinsam ein Ökosystem aufbauen. Dabei ist uns Ihr Reisepass, ganz offen gesagt, völlig egal. Ein essenzieller nächster Schritt wird dabei unser bevorstehender ­digitaler Vorstoß sein. Mit weltweit 90 Millionen Usern pro Monat zählt forbes.com zu den größten digitalen Plattformen der Welt. Allein aus Österreich sind es rund 100.000 Leser, aus unserem neu gewählten regionalen Einzugsgebiet kommt mit Sicherheit ein Vielfaches mehr dazu.

Auch intern versuchen wir Neues. So gibt es nicht mehr „nur den einen“ Chefredakteur. Ab sofort ­entscheidet der Inhalt, die Chefredaktion wird künftig rollieren. So wie in der ­aktuellen Ausgabe, die Sie in ­Händen ­halten. Erstmals hat Klaus Fiala, der auch den Standort Zürich leitet, eine Ausgabe verantwortet. Das Thema „­Currency“ war wie aufgelegt für den Volkswirt. Denn wenn wir über neue, smarte Organisationen schreiben und diese verstehen wollen, müssen wir beginnen, selbst so zu denken und zu arbeiten. Neu wird aber auch ­unser ­Ökosystem sein. Mit dem Magazin als Fundament ­wollen wir Veranstaltungen, Ausbildungen und Sonderausgaben produzieren und anbieten. Und als Plattform fungieren, wo Altes be- und Neues entsteht. So wollen wir eine gute Mischung aus Old Economy, neuem Unternehmertum und dem Kleber dazwischen – den Finanzmärkten – anbieten. Lifestyle­themen nehmen wir dabei natürlich auch weiterhin gerne mit.

Dabei werfen wir hinsichtlich Regionen neben unseren unmittelbaren Nachbarn auch einen Blick in ferne ­Gefilde. China und die USA werden für uns – unserer Geschichte und den aktuellen wirtschaftlichen Entwicklungen folgend – inhaltlich eine größere Rolle spielen. Insbesondere werden wir uns ansehen, wie die beiden Länder die europäische Wirtschaft mit- und umgestalten. Dabei werden wir enger mit den dortigen Ausgaben zusammenarbeiten. Überhaupt soll unser Forbes-­Netzwerk ­näher an uns rücken. Allein in dieser Ausgabe finden Sie Inhalte aus Forbes USA, Asia und India. Mit einem E-Mail sind wir bei Kollegen in Madrid, Johannesburg, Mumbai sowie 30 weiteren Städten. Ein Luxus, den wir gut nutzen wollen und werden.

Wohin das alles führen wird, wissen wir genauso wenig wie Sie. Einige Experimente, die wir starten, ­werden sicher scheitern. Andere werden gut funktionieren. Idealerweise steht am Ende des Jahres unter dem Strich mehr Plus als Minus. Höhepunkte ­unseres Weges können wir übrigens auch schon ausmachen. Der erste ­findet am 19. ­April statt (siehe S. 128), wenn wir die Inhalte unserer Februar-­Ausgabe zum Thema „Künstliche Intelligenz“ als Event mit hochkarätigen Speakern und Gästen aufbereiten. Das Highlight des Jahres wird aber eine Forbes-­Konferenz werden, auf der wir im Herbst mit unserem Netzwerk 100 Jahre Bestehen der Marke feiern. Es wird spannend bleiben in nächster Zeit. Wir hoffen, dass wir Sie, liebe Leser, auf die ein oder andere Art kennenlernen. Vielleicht haben Sie uns ja ­etwas zu ­sagen? Melden Sie sich doch bei uns – wir würden uns freuen.

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