Glück ist kein Zufall: 5 Faktoren für ein zufriedeneres Leben

Eine neue Studie zeigt, wie wir glücklich werden. Dabei zeigt sich: Jeder ist seines Glückes Schmied.

Wer den Schlüssel zum Glück finden will muss erstmals wissen, wo dieser versteckt ist. Wir werden von klein auf dazu erzogen, unsere Erfüllung in besser bezahlten Berufen und immer größeren Erfolgen zu suchen. Dabei können uns genau solche Ziele aber auch unglücklich machen. Denn laut Raj Raghunathan, Marketing Professor an der University of Texas, kann uns ebendiese Jagd nach Zielen schaden. Raghunathan fand im Rahmen einer Studie heraus, dass „intelligente“ Menschen nicht immer Entscheidungen treffen, die sie letztendlich auch glücklich machen.

Die Idee kam dem Professor bei einem Treffen mit Studienkollegen. Denn je auffallender der Erfolg seiner ehemaligen Kommilitonen war – eine Beförderung im Job, eine Gehaltserhöhung, ein Luxusurlaub oder ein größeres Haus – desto unerfüllter wirkten sie.

Das Treffen inspirierte Raghunathan dazu, Nachforschungen anzustellen. Welche psychologischen Eigenschaften – etwa Kontrollbedürfnis oder Geltungsdrang – beeinflussen, wie (un)zufrieden wir uns fühlen? Daraus leitete er fünf Faktoren ab, die Menschen glücklich machen. Die gute Nachricht: Wir können alle fünf Faktoren kontrollieren.

1. Streben Sie nicht nach Glück

Es ist alles eine Frage der Priorität. Anstelle dem Glück hinterher zu jagen, sollten wir uns überlegen, was uns glücklich macht – und diese Aktivitäten Zeit und Wert beimessen. Viele Menschen opfern sie ihr Glück aber für andere Dinge.

Tipp: Anstatt sich ständig den Kopf zu zerbrechen, ob Sie denn auch wirklich glücklich sind, setzen Sie lieber aktiv Maßnahmen, die Ihre Chancen glücklich zu sein, erhöhen. Beginnen Sie einfach damit, sich bewusst zu werden, was Sie glücklich macht – Freunde, ein Trip ins Grüne, Ausschlafen – und erstellen Sie eine Prioritätenliste.

2. Selbst Verantwortung übernehmen

Machen Sie niemals andere für Ihr Unglück verantwortlich, denn Sie selbst halten ihr Glück eigenen Händen. Äußere Umstände sind unwichtig. Das Gefühl, sich selbst kontrollieren zu können, ist befreiend. Der sicherste Weg zur inneren Selbstkontrolle ist ein gesunder Lebensstil.

Tipp: Beginnen Sie auf sich zu achten. Werden Sie jeden Tag etwas aktiver, essen Sie jeden Tag ein Stückchen mehr Obst, werden Sie sich bewusst, welche körperlichen Aktivitäten Ihnen gut tun und gliedern Sie diese in Ihre tägliche Routine ein.

3. Vergleiche machen unglücklich

Vergleiche sind nicht immer hilfreich – selbst dann, wenn es uns im Vergleich zu anderen gesehen besser geht. Früher oder später findet sich nämlich immer jemand, der uns übertrumpft. Vergleichen kann uns in zwar auch motivieren, aber irgendwann muss Schluss sein.

Tipp: Wenn Sie sich schon mit anderen in Ihrem Umfeld vergleichen müssen, fokussieren Sie sich auf Ihre eigenen Schwachstellen. Aber werden Sie sich bewusst, wie zerstörerisch ein Kräftemessen sein kann – und seien Sie nicht zu hart zu sich selbst. Ideal wäre es, sich einfach auf sich selbst zu konzentrieren.

4. Verlieren Sie sich im Moment

Wir alle haben das schon erlebt: Das Gefühl, wenn wir uns in einem Moment völlig fallen lassen und unser Zeitgefühl verlieren. Wenn wir im Augenblick leben, verzichten wir auf die ständige Kontrolle.

Tipp: Das, was Sie am liebsten tun, macht Sie auch am glücklichsten. Finden Sie heraus, was Sie gut können und was Sie gerne tun – sei es Schreiben, Reisen, Kochen oder Laufen. Arbeiten Sie solche Aktivitäten in Ihre tägliche Routine ein.

5. Vertrauen hilft

Je höher unser Vertrauen an die Umgebung ist, desto glücklicher werden wir. Die zufriedensten Länder sind solche, in denen die Menschen Ihrem Umfeld vertrauen können. Der Grund dafür ist offensichtlich: Wenn wir nicht glauben, dass der Taxifahrer uns das richtige Rückgeld gibt oder der Briefträger unseren Brief verlässlich zustellt, schlafen wir nicht gut. Freunden und Familie zu vertrauen ist eine Sache – unsere Bereitschaft, Fremden zu vertrauen spielt aber auch eine wichtige Rolle.

Tipp: Werden Sie offener und versuchen Sie jeden Tag mit einem fremden Menschen zu plaudern – ob im Büro oder einem Geschäft. Wenn Sie ein Gespräch mit einem Fremden beginnen, fokussieren Sie sich auf seine positiven Eigenschaften – so schließt man irgendwann Vertrauen zu neuen Kontakten.

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