Stand Ende April 2017 für die Crowdinvesting-Plattform Conda, Daniel Horak & Team: 18 Mio. € für 81 Projekte von 9.100 Investoren, die im Schnitt 1.200 € investiert haben. „Vor vier Jahren, als es Crowdinvesting noch nicht gab, haben wir uns schon gefragt: Wollen die das überhaupt?“, so Conda-Co-Gründer Daniel Horak. Nur zum Vergleich: Für das erste Projekt, den Wohnwagon im März 2013, wurden rund 70.000 € in sechs Monaten aufgestellt. „Heute brauchen wir dafür eine Stunde.“

Das knapp 30-köpfige Team ist in sieben Ländern aktiv und baut seine Angebotspalette sukzessive aus: 2016 wurde die Lizenzierung der eigenen Technologien forciert, das Crowdinvesting-System wird also anderen zur Verfügung gestellt – dem Tourismusverband oder der Austria Wien. Aber auch im Bereich der KMU ist noch Luft nach oben – bestätigt wurde das etwa mit der einen Mio. €, die in nur 48 Stunden für Ökostrom eingesammelt werden konnte. Auch wenn nach außen hin gar vieles am Jungunternehmersein schön dargestellt wird, unterschätzen dürfe man den Rollercoaster nicht, so Horak. „Es gehören Entbehrungen dazu, auch Aufopferung und Scheitern.“ Letzteres allerdings in einer strukturierten Art und Weise: Fehler machen, lernen, aufstehen und weitermachen.

Fotos: Jiri Turek & Jana Jaburkova

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